Body Attack
Body Attack war zum Projektzeitpunkt mit knapp 40 Ladengeschäften Deutschlands größte Store-Kette und mit dem Shop www.body-attack.de der führende Onlinehändler für Sport- und Diätnahrung. Das Unternehmen aus Hamburg vertreibt vorrangig hochwertige Nahrungsergänzungsmittel wie Proteine, Aminosäuren, Energieriegel und Fatburner, aber auch Fitnesszubehör, Sportausrüstung und -bekleidung. Mit mehr als 2000 unterschiedlichen Produkten von über 70 Marken bietet Body Attack ein großes Sortiment für Amateure und Profis, Kraft-, Fitness- und Ausdauersportler. Am Standort der Hauptniederlassung in Hamburg-Eidelstedt war es unsere Aufgabe, die gesamte Prozesslandschaft mithilfe eines neuen IT-Systems so zu verändern, dass die Abläufe im Lager optimiert werden und die Produktbestände jederzeit transparent nachzuverfolgen sind.
Analyse
Welche Anforderungen sollte das neue IT-System erfüllen? Kernaufgabe war der reibungslose Versand der Produkte in die Premium Stores und über das Shopsystem in mehr als 52 Länder mit unterschiedlichen Ansprüchen an die Logistik, denn die Auslieferung erfolgte in kleinen und großen Mengen, von Einzelstücken bis zu großen Paletten. Täglich wurden 800 bis 1000 Pakete verschiedenster Größen verschickt. Die bestehende Systemlandschaft sollte aber auch um Logistikfunktionen ergänzt werden, die vor allem für die Arbeitsprozesse auf der 2700 Quadratmeter großen Lagerfläche bedeutsam sind. In der Planungsphase stellte sich auch die Frage der Wirtschaftlichkeit: Sollte ein Lagerverwaltungssystem gekauft oder selbst entwickelt werden? Der Transportfluss der Produkte, ihre Annahme, Lagerung und Auslieferung sollte nicht unterbrochen werden, die erfolgreiche Umsetzung musste somit im laufenden Betrieb gewährleistet sein.
Lösung
Nach der Gegenüberstellung mehrerer Lösungsvarianten haben sich die Projektverantwortlichen dazu entschieden, das neue System inhouse programmieren zu lassen, um den speziellen Anforderungen am Standort gerecht zu werden, die Logistik entsprechend spezifizieren zu können und eine praxisgerechte Lagerverwaltung zu gewährleisten. In den Jahren 2017/18 wurde das Vorhaben innerhalb von zwölf Monaten stufenweise erfolgreich umgesetzt. Die zuvor papiergebundene Logistik wurde durch eine papierlose, digitale Logistik ersetzt. Während die Bestände früher von Mitarbeitern handschriftlich erfasst wurden, werden sie heute mithilfe von mobilen Datenerfassungsgeräten (Scanner) verwaltet. Neuerungen sind außerdem eine Chargenverwaltung unter Berücksichtigung des Mindesthaltbarkeitsdatums („first expired, first out“), die Möglichkeit des Zusammenstellens und Abarbeitens mehrerer Aufträge in einer geordneten Auftragsliste („Batchkommissionierung“) sowie die Implementierung einer mehrstufigen Paketstraße und einer automatischen Lagerung der Produkte mit Lagerliften.